Auf meiner ersten Fototour, nachdem ich mich in meinem Atelier eingerichtet hatte, kam ich nicht weit. Aber nur entfernungsmäßig gesehen. Ich konnte gleich schon Kontakte mit Ortsansässigen knüpfen, kam beim Fotografieren mit ihnen ins Gespräch, erzählte, was ich hier mache, wofür die Fotos sind. „Nein, eine Maklerin bin ich nicht, die das Haus verkaufen will, ich bin Künstlerin. Ich male und zeichne nach den Fotos.“ Und ich darf in 2 leere Häuser schauen, ein winziger Laden, noch komplett eingerichtet. Ich bin wieder einmal fasziniert und dankbar für diese Einblicke! Ich werde zum Kaffee eingeladen, Geschichten werden mir erzählt. Wie früher ein Metzger seine Waren regelmäßig in einem Nebenraum im „Schützen“ angeboten hat z.B., wie man als Kind in dem Lädle für 5 Pfennig Colafläschle oder andere Süßigkeiten bekommen hat, und wie am diesjährigen Fasnet die Narrenzunft „Runkelriabaweible“ ihr 10-jähriges Jubiläum gefeiert hat und der „Schützen“ dafür mal wieder aufgemacht hatte, brechend voll war’s da! Der „Schützen“, der schon lange leersteht, und den ich malen werde.
Ich bin froh, hier zu sein und freue mich auf weitere Eindrücke!