Spannender erster Aufbautag

Wir haben die Bilder, die für dort gedacht sind, ins Maschenmuseum gebracht, sie ausgepackt und erste Überlegungen wegen der Hängung angestellt. Der Ausstellungsraum muss zunächst von allem Überflüssigen wie Vitrinen, Podesten und einigen Stellwänden befreit werden, was der Hausmeister des Maschenmuseums und der Museumstechniker des Kunstmuseums in Angriff nahmen. Schwarze Stellwände werden weiß gestrichen, Nagellöcher in den Wänden zugespachtelt. Auch Absprachen wegen der dortigen Einladungskarte fanden statt. Wie soll z.B. der Titel der Ausstellung lauten? Nächste Woche folgt die Hängung der Bilder.

Aufbau-im-Maschenmuseum-1

Jeannette Brabenetz zeigte mir dann erst mal im Kunstmuseum, wie weit sie mit den Ausstellungsvorbereitungen dort gediehen war. Die von ihr ausgewählten Arbeiten von mir und aus der Museumssammlung stehen noch an die Wände gelehnt. Die Zusammenstellung gefällt mir schon mal sehr gut. Wir tauschten unsere Gedanken dazu aus, stellten hie und da etwas um, und dieser Prozess wird sich fortsetzen. Die Bilder werden nicht nur an die Wände gehängt, beauftragte Handwerker kamen, um den geplanten Aufbau einer Gerüstkonstruktion zu besprechen, die im Ausstellungsraum platziert werden soll, um daran einen Teil der Bilder zu präsentieren. Ich bin sehr gespannt, wie das aussehen wird. Im Depot ordneten wir nochmals meine Zeichnungen und besprachen, was gerahmt werden und an welchem Ort präsentiert werden soll. Überwiegend ist es so, dass die Arbeiten stadtteilbezogen ausgestellt werden sollen. Lediglich im Maschenmuseum gibt es den ortsteilübergreifenden Schwerpunkt der Textilindustrie, und auch im Kunstmuseum werden ein paar Arbeiten aus anderen Ortsteilen hängen, v.a. im Bereich der Landschaftsskizzen.

Aufbau-im-Kunstmuseum-1

In Lautlingen haben wir ebenfalls zusammen den Ausstellungsraum in Augenschein genommen: in der Firma Mey, im 1. Stock des Verkaufsgebäudes. Außerdem sind die Schildchen in Arbeit, die neben den ausgestellten Arbeiten angebracht werden, und die Beschriftung der Wände im Kunstmuseum ist in Auftrag gegeben worden.

Morgen begeben wir uns nach Onstmettingen, um die Ausstellung im Haus Raichberg, einer zum Seniorenheim umgebauten ehemaligen Textilfabrik, zu hängen. Ich freue mich schon drauf!

Bilder: Ava Smitmans, Aufbau im Kunstmuseum Albstadt, Aufbau im Maschenmuseum Albstadt, 2017

6 Gedanken zu „Spannender erster Aufbautag“

  1. Liebe Ava,

    gerade habe ich Dein Einladungs-pdf angeschaut und ausgedruckt. Es ist wirklich beeindruckend, schon die kleinen Abbildungen im pdf (!), wie Du als „Nicht-Älblerin“ und Künstlerin in den städtischen und ländlichen Raum der Alb eingetaucht bist. Ich freue mich schon sehr, Deine Kunstwerke demnächst im Original auf der Alb zu sehen.

    Mindestens ein Teil davon sollte aber auf jeden Fall auch in Tübingen gezeigt werden, war doch die Zuschreibung die oder der sei „vo dr Alb ra“ dort noch während meines Studiums in den 80er Jahren als wenig schmeichelhaftes Kompliment. Für zugereiste Student/innen aus dem Norden Deutschlands war die Alb gar eine ziemlich exotische, wenn nicht gar barbarische Region.

    Bis hoffentlich bald und liebe Grüße

    Norbert

    1. Lieber Norbert, ich bin gespannt, wie Du meine Originale finden wirst! Mal sehen, was sich machen lässt, auch in Tü davon etwas zu zeigen.
      Für mich als Tübingerin gehörte die Alb trotz des von Dir genannten Ausdrucks, den ich natürlich auch kenne, aber eher zärtlich als herablassend benutzen würde, zumal nach meinem Aufenthalt hier, immer zu meinem Umfeld hinzu, v.a. als wunderbare Landschaft, von der ich den Norddeutschen immer wieder stolz erzähle. Ich kenne dieses Klischee von den hinterwäldlerischen Älblern, und es gibt natürlich solche festgefahrenen, konservativen Typen hier, aber abgesehen davon, dass auch nicht wenige KünstlerInnen und freakige Leute hier leben, habe ich viele AlbstädterInnen v.a. als offene Menschen kennengelernt, die gerne von sich und ihrer Stadt erzählen, die mich einlassen in ihre Bereiche, und die sich interessieren für das, was ich mache. Eine sehr schöne Erfahrung!

  2. Liebe Ava, ich hab dich das erste Mal in Tübingen im Bauwagen gesehen. Deine Arbeiten haben mir da schon gut gefallen. Jetzt sind wir extra hier, um noch mehr zu sehen, und es ist so. Diese Gitterboxen sind phänomenal. Und die Pappfassaden. Echt optisch.
    Burner. U. Wöckl.

  3. Liebe Frau Smitmans,
    die geführten AlbstadtAlb-Spaziergänge durch Tailfingen und Ebingen ergänzend zu den Ausstellungen waren sehr interessant und bereichernd.
    Beide Spaziergänge begleitet mit Ihrem „Blick“ auf die tatsächlichen Zustände, die durchaus interessanten und mit einer besonderen „Schönheit“ wahrgenommenen Spannungsfelder jedoch auch auf die Vergänglichkeit und den laufenden Wandel in vielen Winkeln Albstadts haben mir eine ganz andere Sicht auf meine Heimatstadt ermöglicht.
    Dadurch nehme ich diese Stadt nun auch aus einer ganz anderen, als meiner bisherigen Perspektive, wahr. Und das ist für mich persönlich ein sehr belebendes und wichtiges Erlebnis.

    Ihnen meinen herzlichen Dank dafür – dass Sie Ihren Blick mit uns, mit mir geteilt haben!

    1. Hallo Brigitte, und ich danke Ihnen sehr für Ihre Rückmeldung, und dass Sie Ihre Eindrücke auch anderen sichtbar machen durch Ihren Kommentar! Es freut und berührt mich sehr, es ist schön zu sehen, dass mein Projekt Menschen bewegt!

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